Phasen der Teamentwicklung

Von der Orientierung zum reifen Team

Obwohl jedes Team, wie jeder Mensch, einzigartig ist, lassen sich typische Phasen im Ablauf des Entwicklungsprozesses von Teams erkennen. Sie werden prinzipiell von allen Teammitgliedern durchlaufen, unabhängig davon, wie lang z. B. ein Team zusammen-arbeitet oder wie groß es ist. Ein Team entwickelt sich grundsätzlich aus einer Ansammlung von Individuen (Phase 1) zu einem effektiven Team (Phase 4).


Kennzeichen der Orientierungsphase

  • Mässiger Arbeitseifer bei hohen Erwartungen an die Gruppe
  • Unsicherheit und Angst bei den Mitgliedern: Wo ist mein Platz in der Gruppe? Was wird von mir erwartet?
  • Bedürfnis der Mitglieder, sich in die Gruppe einzugliedern und eine bestimmte Position einzunehmen
  • Abtasten der Situation; erste Kontakte und Beziehungen zwischen den Beteiligten werden geknüpft
  • Abhängigkeit der Teilnehmer von Autorität und Hierarchie


Kennzeichen der Konfrontationsphase

In der Konfrontationsphase kommt es  regelmässig zu Machtkämpfen und Konflikten. Diese sind notwendig und wertvoll, da so der Boden für Kreativität und die Würdigung unterschiedlicher Meinungen bereitet wird.

  • Unzufriedenheit wegen der eigenen Autoritätsabhängigkeit
  • Konflikte um Ziele, Aufgaben und Umsetzung
  • Gefühle von Verwirrung und Inkompetenz
  • Geringe Motivation der Gruppe
  • Negative Reaktionen gegenüber Führungskräften
  • Konkurrenz um Machtpositionen bzw. Aufmerksamkeit

 
Kennzeichen der Integrationsphase

  • Abnehmen der Unzufriedenheit
  • Meinungsverschiedenheiten werden gemeinsam ausgetragen
  • Entwicklung von Übereinstimmung, Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Respekt
  • Entwicklung von Selbstvertrauen und Zuversicht bei den einzelnen Teammitgliedern
  • Offener Umgang miteinander und vermehrtes Feedback
  • Teilen von Verantwortung und Kontrolle
  • Steigendes ”Wir-Gefühl”


Kennzeichen eines Reifen Teams

  • Freude darüber, im Team mitarbeiten zu können
  • Kooperatives und abgestimmtes Arbeiten
  • Gemeinsam-Sind-Wir-Stark-Erlebnis
  • Selbstbewusstes Herangehen an die Aufgaben
  • Abwechselnde Leitung der Gruppengespräche bzw. der Kommunikation
  • Stolz auf erfolgreich gelöste Aufgaben
  • Hohes Leistungsniveau
  • Erkenntnis, dass Unterschiedlichkeit der Teilnehmer nutzbringend ist, da sie Vielfalt bedeutet